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Keuchhusten: Hilfe und Unterstützung mit Schüßler Salzen

Keuchhusten

Keuchhusten (medizinisch: Pertussis) ist eine bakterielle Infektion der Atemwege durch Bordetella pertussis. Die Erkrankung ist hoch ansteckend und kann sich insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern und geschwächten Menschen zu einer ernsten Gefahr entwickeln. Typisch sind wochenlang anhaltende, krampfartige Hustenanfälle mit keuchender Einatmung, oft begleitet von Erbrechen und großer Erschöpfung.

Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und ersten Symptomen) liegt meist bei 7–10 Tagen, möglich sind etwa 6–20 Tage. Die Erkrankung verläuft klassisch in drei Phasen: zunächst eine „Erkältungsphase“, dann die krampfartigen Hustenanfälle, anschließend eine lange Erholungsphase.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Schüßler Salze Keuchhusten begleitend unterstützen können – immer ergänzend zur ärztlichen Behandlung, nie als Ersatz. Ergänzt wird dies durch Hinweise zu Hausmitteln, Atemtherapie und Homöopathie.

Wichtiger Hinweis: Keuchhusten ist meldepflichtig. Für Heilpraktiker:innen gilt ein Behandlungsverbot. Babys, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen müssen sofort ärztlich vorgestellt werden. Schüßler Salze ersetzen keine ärztliche Therapie und keine Antibiotika.

Wirkweise der Schüßler Salze bei Keuchhusten

Schüßler Salze sind Regulationsmittel des Mineralstoffhaushalts. Sie können helfen, dass den Zellen genügend Mineralstoffe für alle nötigen Prozesse zur Verfügung stehen. Bei Keuchhusten stehen vor allem drei Bereiche im Vordergrund:

  • Schleimhäute der Atemwege: Reduktion der Entzündungen, Unterstützung von Regeneration, Schleimlösung und Abtransport des Sekrets
  • Kräftehaushalt und Immunsystem: Widerstandsfähigkeit verbessern, optimale Immunantwort, schnellere und bessere Erholung
  • Krampfbereitschaft: Hustenanfälle reduzieren und Sauerstoffversorgung verbessern

Wichtig ist: Schüßler Salze können nicht den Erreger abtöten und ersetzten keine ärztliche Therapie und keine Antibiotikabehandlung, wenn diese nötig ist.

Schüßler Salze können helfen, die Beschwerden und den Leidensdruck zu lindern und den Organismus in der langen Genesungsphase zu stabilisieren.

Die wichtigsten Schüßler Salze bei Keuchhusten

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 – in der frühen Phase

Ferrum phosphoricum D12 ist das klassische Salz der ersten Entzündungsphase.
Typisch: leichte Temperaturerhöhung, beginnender Husten, Abgeschlagenheit, noch eher wie ein „normaler Infekt“. In dieser Phase ist Keuchhusten bereits hochansteckend, aber oft noch nicht erkannt.

  • Einsatz: Frühphase, allgemeine Infektanfälligkeit, Entzündungszeichen
  • Ziel: Immunreaktion unterstützen, Übergang in die schwere Phase abmildern, Sauerstofftransport verbessern

Nr. 4 Kalium chloratum D6 – Schleimhäute und zweite Entzündungsstufe

Kalium chloratum wird oft bei (hem) Schleim in den Atemwegen eingesetzt, wenn die Krankheit auf dem Höhepunkt ist – etwa wenn der Husten tief, anstrengend und hartnäckig ist.

  • Typische Situation: Rote oder belegte Schleimhäute, intensive Schleimbildung, zum Teil schwer löslich
  • Ziel: Schleimlösung, Unterstützung des Zellstoffwechsels und der Entgiftung, Schleimhautregeneration

 Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 – schleimlösende Spätphase

Kalium sulfuricum gilt als Salz der „Ausscheidungsphase. Wenn der Husten schon länger besteht, die Anfälle aber langsam weniger werden, kommt es zum Einsatz. Es unterstützt ebenfalls die Entgiftung.

  • Typisch: gelblich bis leicht grünlicher Schleim, zäh, Schleimrasseln, letzte Hustenphase, Beklemmungsgefühle, Verlangen nach frischer Luft
  • Ziel: Verbesserung der Sauerstoffverwertung, Abheilung, den Übergang in die Genesungsphase erleichtern
  • Wichtig bei Neigung zu Chronifizierung

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 – bei krampfartigen Hustenanfällen

Nr. 7 ist das klassische „Krampfmittel unter den Schüßler Salzen. Die typischen, stakkato-artigen Hustenanfälle mit Verkrampfung der Atemmuskulatur passen gut in dieses Bild.

  • Typisch: krampfhafte Hustenstöße, anfallsweise, oft nachts, manchmal mit Erbrechen, Anspannung, Erregbarkeit
  • Ziel: Entkrampfung, Beruhigung, Entspannung der Muskulatur, Unterstützung eines erholsamen Schlafes
  • Anwendung: häufig bewährt als „Heiße Sieben“ (5-10 Tabletten in heißem Wasser auflösen und schluckweise trinken)

Nr. 8 Natrium chloratum D6 – Wasserhaushalt

Natrium chloratum reguliert den Flüssigkeits- und Wärmehaushalt und spielt eine wichtige Rolle für die Schleimhäute.

  • Typisch: Trockener Husten, wässrige Absonderungen aus Augen oder Nase, Frieren, kein oder viel Schweiß, zusätzliche Verdauungsbeschwerden, Verlangen nach Salz, durstlos, träge
  • Ziel: optimale Körpertemperatur und Schleimhäute, ausgeglichener Salz- und Wasserhaushalt
  • wichtig für die Prophylaxe und zur Verdünnung des Schleims

Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 – Entgiftung und Flüssigkeitsausscheidung

Nr. 10 unterstützt Darm, Leber und Ausscheidung. Bei langem Infekt, Medikamenteneinnahme und allgemeiner Überlastung kann es den Körper entlasten.

  • Typisch: „Vergiftungsgefühl“, Müdigkeit, Schwere, Ödeme (Schwellungen)
  • Ziel: Ausscheidung von Giftstoffen und Stoffwechselendprodukten unterstützen
  • Ideal nach einer Erkrankung

Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 – Kraft und Rehabilitation

Diese Calcium-Verbindung reguliert die Muskelspannung und kann als Aufbaumittel bezeichnet werden. Für das Nervensystem eine gute Kombination mit der Nr.7 Magnesium phosphoricum D6.

  • Typisch: Krampfhusten, Reizhusten, bellender Husten, Schwäche, Erschöpfung
  • Ziel: Stärkung und Regeneration
  • Ideal zum Aufbau nach überstandener Erkrankung, Wachstum und Entwicklung von Kindern

Kombinationen und Einnahmeempfehlungen

Allgemeine Richtlinie (kann natürlich therapeutisch angepasst werden):

  • Erwachsene:
    3–6× täglich 2 Tabletten (bzw. 5 Globuli oder Tropfen) je Sorte, bei akuten Anfällen kurzfristig auch häufiger (alle 15–30 Minuten über begrenzte Zeit).
  • Kinder:
    3–5× täglich 1 Tablette (bzw. 3-4 Globuli), bei kleinen Kindern können die Tabletten in Wasser aufgelöst oder zu einem Brei gemischt werden.

Mögliche Kombinationen:

  • Frühphase mit „Erkältungscharakter, Schleimbildung:
    Nr.3 Ferrum phosphoricum D12 + Nr.4 Kalium chloratum D6
  • Krampfartige Hustenanfälle, Angst, Anspannung:
    Nr.7 Magnesium phosphoricum D6 (gern als „Heiße Sieben“)
  • Ausheilungsphase:
    Nr.6 Kalium sulfuricum D6 + Nr.10 Natrium sulfuricum D6
  • Immunsystem und Rekonvaleszenz:
    Nr.2 Calcium phosphoricum D6 + Nr. 8 Natrium chloratum D6

Weitere unterstützende Maßnahmen: Hausmittel, Atemtherapie, Homöopathie

Ärztliche Behandlung und Antibiotika

Die ärztliche Behandlung kann – je nach Stadium – Antibiotika, Inhalationen, Sauerstoffgabe und bei Säuglingen eine Überwachung im Krankenhaus umfassen.

Bei Atempausen, Blaufärbung, Trinkschwäche, hohem Fieber oder Bewusstseinsveränderung sofort Notarzt rufen!

Hausmittel bei Keuchhusten

Begleitend können einfache Maßnahmen viel bewirken:

  • Ausreichend trinken (Wasser, Kräutertees)
  • Kühle, leicht feuchte Luft kann die Hustenanfälle mildern (z.B. regelmäßig lüften, mit dem Kind ans Fenster gehen)
  • Reizarme Umgebung: kein Rauch, keine starken Düfte
  • Kleine, häufige Mahlzeiten – große Portionen können Hustentrigger sein
  • Bei Kindern: Hustenanfälle nicht allein durchstehen lassen, ruhig bleiben, sicheren Rahmen geben
  • Stressige und anstrengende Situationen vermeiden

Atemtherapie

Sanfte Atemtechniken können den Umgang mit den Hustenanfällen verbessern und können zum Beispiel bei der Physiotherapie erlernt werden.

  • Aufrechte Sitzposition, Schultern entspannen oder „Kutscherhaltung“
  • Ruhiges, längeres Ausatmen (z.B. durch die „Lippenbremse“) kann helfen, die Luftnot zu reduzieren
  • Bei Kindern: spielerische Atemübungen nur in stabilen Phasen, nicht mitten im Anfall

Diese Maßnahmen sollten, gerade bei schweren Verläufen, mit Arzt/Ärztin oder Atemtherapeut:innen abgestimmt sein.

Homöopathie

Homöopathische Mittel können zusätzlich zu schulmedizinischer Behandlung und Schüßler Salzen eingesetzt werden. Typisch für Keuchhusten sind z.B. krampfartige Anfälle, Erbrechen, Erstickungsängste – je nach Gesamtbild kommen verschiedene Mittel in Betracht.

Fazit: Keuchhusten ernst nehmen – und ganzheitlich begleiten

Keuchhusten ist mehr als nur „ein bisschen Husten: Die Erkrankung kann sich über Wochen hinziehen und kann vor allem für Säuglinge und geschwächte Menschen gefährlich werden. Eine frühe ärztliche Diagnose und Therapie sind entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Erkrankungszeit zu verkürzen.

Schüßler Salze können in allen Phasen begleitend eingesetzt werden: zur Vorbeugung, zur Unterstützung von Schleimhäuten, Immunsystem, Krampfneigung und Regeneration. Ergänzt durch gezielte Hausmittel, Atemtherapie oder homöopathische Begleitung entsteht ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das schulmedizinische Maßnahmen nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) - kurz beantwortet

Typisch sind stoßweise, krampfartige Hustenanfälle, nach denen eine keuchende, pfeifende Einatmung erfolgt – daher der Name. Gerade nachts treten diese Beschwerden gehäuft auf, oft mit Erbrechen und großer Erschöpfung.

Keuchhusten gilt meist bis zu 2-3 Wochen nach Beginn der Hustenanfälle als ansteckend.

Immer bei Verdacht auf Keuchhusten, besonders bei Babys, Schwangeren, Menschen mit Vorerkrankungen, bei Atemnot, Blaufärbung, Trinkschwäche, sehr schlechtem Allgemeinzustand oder apnoeartigen Pausen (Atemaussetzer).

Häufig eingesetzt werden v.a. Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12, Nr. 4 Kalium chloratum D6, Nr. 6 Kalium sulfuricum D6, Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6  – jeweils angepasst an Phase und Symptomatik.

Die Diagnostik erfolgt in der Regel über Abstrich oder Sputum (Auswurf) und/oder Blutuntersuchungen beim Arzt.

Nein. Schüßler Salze sind ergänzend gedacht. Entscheidungen zu Impfung und Antibiotikatherapie gehören immer in ärztliche Hände.

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Bildnachweis: Bild von Freepik

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