Biochemie vs. Homöopathie – gibt es einen Unterschied?

Auf den ersten Blick scheinen die Biochemie nach Dr. Schüßler und die Homöopathie vieles gemeinsam zu haben. Doch bei näherer Betrachtung sind ein paar grundlegende Unterschiede zu erkennen, die wir an dieser Stelle kurz aufzeigen möchten. 

Rein rechtlich gesehen sind Schüßler Salze tatsächlich homöopathische Arzneimittel. Da für sie die Herstellungsvorschriften des Homöopathischen Arzneibuches gelten, haben sie den gleichen juristischen Status wie Homöopathika. Deshalb steht auf den Verpackungen der Schüßler Salze auch folgender Hinweis: “Registriertes homöopathisches Arzneimittel, daher ohne Angabe einer therapeutischen Indikation.”

In der klassischen Homöopathie gilt der Grundsatz: »Ein Kranker – ein homöopathisches Mittel.« Doch daraus ergibt sich eine Schwierigkeit: Die Auswahl des richtigen homöopathischen Mittels ist ein Prozess, der viel Zeit und vor allem Erfahrung erfordert. Denn in der Homöopathie gibt es gegen eine Erkrankung häufig eine Vielzahl von möglichen Mitteln.

Die biochemische Lehre nach Schüßler beruht hingegen auf einer Form der Substitution, also fehlende oder mangelnde körpereigene Mineralsalze auffüllen, damit der Körper sich selbst helfen kann. Schüßler betonte ausdrücklich: »…mein Heilverfahren ist aber kein homöopathisches, denn es gründet sich nicht auf das Ähnlichkeitsprinzip, sondern auf physiologisch-chemische Vorgänge, welche im menschlichen Organismus sich vollziehen.«

Nach und während der Einnahme von Schüßler Salzen tritt deshalb auch im Gegensatz zu homoöpathischen Arzneimitteln keine Erstverschlimmerung auf. Und weil Schüßler Salze nun mal keine Homoöpathie sind, braucht niemand auf Kaffee, schwarzen Tee oder Menthol verzichten. 

Also: Auch wenn es Ähnlichkeiten gibt (z. B. die Potenzierung), so beruhen die Homöopathie und die Biochemie auf anderen Wirkprinzipien.

Infografik Biochemie vs Homoeopathie
Infografik mit freundlicher Genehmigung von orthim GmbH & Co. Kg