Ein Schlaganfall trifft oft scheinbar „aus dem Nichts“ – und ist trotzdem in vielen Fällen das Ergebnis einer längeren Vorgeschichte: Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Stoffwechselprobleme, Entzündungsprozesse, Übergewicht, Gerinnungsstörungen, Stress, Erschöpfung.
Genau hier liegt auch der Nutzen der Schüßler Salze: früh eingesetzt, können sie Prozesse im Körper verbessern oder unterstützen, so dass Krankheiten gar nicht erst entstehen, milder verlaufen und schneller überwunden werden. Dabei werden Zeichen der Haut und Schleimhaut und die Symptome genutzt, um die richtigen Salze auszuwählen. Sie ersetzen natürlich keine medizinische Diagnostik oder Therapie und keine Reha.
Wichtig vorweg: Ein Schlaganfall ist ein Notfall. Bei plötzlicher Gesichtslähmung, Sprachstörungen, Lähmungs- oder Taubheitsgefühlen, Seh- oder Gleichgewichtsstörungen, heftigem Kopfschmerz oder Verwirrtheit gilt sofort: Notruf 112. Je schneller die medizinische Versorgung, desto besser die Prognose.
Schüßler Salze gehören in die Vorsorge, Begleitung und Nachsorge in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten, insbesondere bei Blutverdünnern und komplexen Medikamentenplänen.
Welchen Platz Schüßler Salze in diesem Thema haben können
Schüßler Salze werden traditionell eingesetzt, um für eine optimale Aufnahme von Mineralstoffen zu sorgen – etwa im Bereich von Zellstoffwechsel, Durchblutung, Sauerstoff- und Energieversorgung. Sie können vorbeugend eingesetzt werden, um den Körper möglichst gesund, beweglich und vital zu erhalten. Sie können in der Nachsorge die ärztliche Therapie ergänzen, um eine optimale Rehabilitation zu erlangen.
Vorbeugung: Was Sie gegen Schlaganfall-Risiken tun können – und welche Schüßler Salze dazu passen
Prävention bedeutet, aktiv etwas zu tun oder zu lassen. Medizinisch gehören hierzu vor allem Blutdruckkontrolle, Behandlung von Vorhofflimmern, Behandlung von Diabetes- und Fettstoffwechselstörungen, Rauchstopp, Bewegung, Mediterrane Ernährung, Gewichtsregulation, Schlafhygiene und Stressreduktion. Ergänzend werden folgende Schüßler Salze eingesetzt:
Schüßler Salz Nr. 1 Calcium fluoratum D12
Wenn bei Ihnen die Gefäßelastizität oder eine Bindegewebsschwäche im Fokus stehen – etwa bei Neigung zu Verhärtungen, Verengungen, Aneurysmen, Verspannungen – sollte Schüßler Salz Nr. 1 Calcium fluoratum D12 als klassisches Bindegewebsmittel eingesetzt werden. Es wird als langfristige Begleitung gedacht, nicht als Akutmittel. Eine möglichst gute Flexibilität des gesamten Bewegungsapparates ist auch wichtig bei eventuellen Stürzen.
Dosierung: 3x täglich 2 Tabletten lutschen
Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12
Wenn Sie zu Schwindel, Kreislauf- und Durchblutungsbeschwerden neigen, häufig kalte Hände und Füße haben oder das Immunsystem ständig Unterstützung braucht, denken Sie an das Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12. Das Mittel wird dann gewählt, wenn der Körper schnell in Stress- und Entzündungsreaktionen rutscht, eine Blutungsneigung besteht oder eine Sauerstoffnot herrscht. Das zeigt sich zum Beispiel in einer Atemnot bei Anstrengung oder allgemeiner Schwäche.
Dosierung: 3–6x täglich 2–3 Tabletten lutschen.
Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
Mit der Nr. 7 geht es dem Stress „an den Kragen“. Wenn innere Anspannung, Schlafstörungen und Bluthochdruck vorhanden sind, wird Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 eingesetzt. Dieses Salz wirkt oft sehr schnell, vor allem als „Heiße 7„. Die wohltuende und entspannende Wirkung hat schon so manchen überzeugt, diese Anwendung zu einem Ritual zu machen.
Dosierung: 3–6x täglich 2–3 Tabletten lutschen. Heiße 7: 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen.
Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum D6
Das Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum D6, auch als Nervensalz bekannt, ist wichtig, wenn Erschöpfung, mentale oder emotionale Überlastung im Vordergrund stehen. Kalium ist wichtig für den Herzmuskel, das Gehirn und die Muskelkraft im Allgemeinen. Auch dieses Salz wirkt bei einer Erschöpfung durch Überarbeitung und Überlastung sehr schnell, der Körper verbraucht bei Höchstleistung aber auch sehr viel davon. Daher sollte es bei Bedarf mehrfach täglich wiederholt werden.
Dosierung: 3–6x täglich 2–3 Tabletten lutschen.
Schüßler Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum D6
Wenn Sie den Stoffwechsel optimieren wollen, weil Übergewicht, Arteriosklerose (Ablagerungen an den Gefäßwänden) oder Fettstoffwechselstörungen eine Rolle spielen, ist das Schüßler Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 das Mittel der Wahl. Verlangen nach Fett, träge Verdauung, Müdigkeit nach dem Essen oder fettige, unreine Haut sind Hinweise auf einen Mangel.
Dosierung: 3x täglich 2–3 Tabletten.
Schüßler Salz Nr. 8 Natrium chloratum D6
Das Schüßler Salz Nr. 8 Natrium chloratum D6 ist wichtig für den Wasser- und Salzhaushalt und die Temperaturregulation im Körper. Es ist der richtige Partner zur Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 bei hohem Blutdruck. Hinweise können Ödeme sein, trockene Haut, Zellulite, Übergewicht oder das Verlangen nach Salz. Hier ist wichtig: Schüßler Salze sind keine Alternative zur Therapie von Hyperlipidämie oder Bluthochdruck, können aber begleitend den Körper sehr gut unterstützen.
Dosierung: 3–4x täglich 2–3 Tabletten lutschen.
Wählen Sie 3–4 Salze, die bei Ihnen am besten passen, machen Sie eine Kur von 3–6 Wochen damit und schauen dann neu, wo Ihr Bedarf am größten ist.
Begleitung nach einem Schlaganfall: Welche Schüßler Salze je nach Symptomatik unterstützen können
Nach einem Apoplex geht es darum, möglichst schnell wieder die Sprache, das Gedächtnis und Bewegungsabläufe des Alltags zu trainieren. Das erfordert sehr viel Energie und kann mit den oben genannten Schüßler Salzen optimal unterstützt werden. Viele Symptome ändern sich im Verlauf der Reha, daher lohnt sich eine symptom-orientierte Auswahl.
Lähmungsgefühle, Taubheit oder Kribbeln
Schüßler Salz Nr. 2 Calcium phosphoricum D6
Schüßler Salz Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 ist das Salz für allgemeine Regeneration, Aufbau der Kräfte sowie für eine gute Muskelfunktion. Für mich das beste „Stärkungsmittel“ nach überstandener Erkrankung oder Operation. Es wird auch bei Muskelkater, hoher Muskelspannung oder langanhaltenden Krämpfen eingesetzt.
Dosierung: 3x täglich 2–3 Tabletten.
Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
Magnesium phosphoricum ist an der Muskelaktivität beteiligt. Es ist für die Übertragung von Nervenimpulsen wichtig. Es unterstützt das Training, die Koordination und beugt Muskelkater vor. Es hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Mit dem Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 wird die Resilienz gestärkt. Es wird außerdem eingesetzt, wenn die Muskelspannung zu hoch ist: Verspannungen, Krämpfe, Spastik.
Zusammen mit Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 außerdem die optimale Kombination bei Schmerzen aller Art und Durchblutungsstörungen.
Dosierung: 3–6x täglich 2–3 Tabletten lutschen. Heiße 7: 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen.
Schüßler Salz Nr. 11 Silicea D12
Schüßler Salz Nr. 11 Silicea D12 ist das Salz der Wahl bei empfindlichen Nerven, schwachem Bindegewebe oder mangelnder Widerstandsfähigkeit. Oft herrschen bei einem Mangel eine allgemeine Schwäche, Kälte und „Dünnhäutigkeit“ vor. Eventuell gibt es Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule. Die Aufrichtekraft fehlt. Mit Silicea werden die Strukturen, Nerven und Kräfte gestärkt.
Dosierung: 3x täglich 2–3 Tabletten.
Sprache, Konzentration und Psyche
Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12
Diese Eisenverbindung sorgt für einen optimalen Sauerstofftransport. Das Gehirn und die Muskeln brauchen davon viel. Bei Müdigkeit, Training und viel Lernen sollte auf optimale Eisenwerte geachtet werden. Das Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 gibt – wie alle Phosphorsalze – einen „Energiekick“. Neben der Einnahme der Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 möglichst auch viel Bewegung an der frischen Luft einplanen und Atemübungen machen.
Dosierung: 3–6x täglich 2–3 Tabletten lutschen.
Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum D6
„Jeder Gedanke verbraucht Kalium phosphoricum“ heißt es. Lernen, lesen, sprechen: Kalium unterstützt die Energieversorgung der Zelle, fördert die Konzentration und wird bei emotionaler und mentaler Erschöpfung eingesetzt. Auch psychische Folgen wie Angst, depressive Verstimmung oder Antriebslosigkeit gehören in den Wirkungsbereich von Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum D6.
Dosierung: 3–6x täglich 2–3 Tabletten lutschen.
Wichtig: Wenn Stimmungseinbrüche anhalten, sollten Sie sich aktiv Unterstützung holen – psychotherapeutisch, neurologisch oder hausärztlich.
Wassereinlagerungen, Stauungen und Verdauungsbeschwerden
Nach längerer Immobilität, veränderter Belastung oder Medikamentenumstellungen können Ödeme, Verstopfung und allgemeine Schwere auftreten. Bitte abklären lassen, ob eine Herz- oder Nierenproblematik vorliegt.
Schüßler Salz Nr. 8 Natrium chloratum D6
Natriumchlorid bindet überschüssiges Wasser und bringt es im Körper wieder in Bewegung. Dadurch wird die Verdauung gefördert, die Lymphe und Durchblutung angeregt, Schwellungen können reduziert werden. Es wird auch bei zurückgehaltenen, gestauten Gefühlen und Gedanken eingesetzt oder wenn alles verlangsamt ist. Auch bei Vergesslichkeit oder Überforderung ist das Schüßler Salz Nr. 8 Natrium chloratum D6 eine gute Wahl, da es dem Körper beim „Aussortieren“ hilft.
Optimal ist dabei die Kombination mit:
Schüßler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum D6
Natrium sulfuricum leitet dann zusammen mit Natrium chloratum das überschüssige Wasser und allen „Müll“ aus. Das Schüßler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 wirkt auf den Darm, die Leber und die Nieren und gilt daher als eines der wichtigsten „Entgiftungssalze“. Es unterstützt das Loslassen auf allen Ebenen.
Dosierung: jeweils 3x täglich 2–3 Tabletten. Bei gewünschter Entgiftung gerne in Wasser auflösen, um die Trinkmenge zu erhöhen.
Kombinationen, Einnahme und Darreichungsformen
In der Praxis hat sich bewährt, verschiedene Salze gleichzeitig zu kombinieren. Häufig sind drei bis vier Mittel, die am besten auf die aktuellen Symptome abgestimmt sind, optimal. Üblich sind Tabletten, Globuli, Tropfen, Pulver oder Salben, je nach Vorliebe und Verträglichkeit. Gerade nach einem Schlaganfall ist es sinnvoll, eine Einnahmeform zu wählen, die unkompliziert ist und gut in den Alltag passt.
Bei den Tabletten besteht eine Gabe aus 2–3 Stück, bei den Tropfen und Globuli ca. 5–6, beim Pulver eine Messerspitze. Diese Einnahme erfolgt dann ca. 3x täglich.
Weitere unterstützende Maßnahmen, die wirklich einen Unterschied machen
Nach einem Apoplex sind regelmäßige Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Gehtraining, Gleichgewichtsübungen und kognitives Training zentrale Säulen. Ebenso entscheidend sind Schlafhygiene, Stressreduktion, Bewegung im Alltag, eiweißreiche Ernährung für Muskelaufbau, ausreichendes Trinken und eine konsequente Kontrolle der Risikofaktoren. Ganz besonders wichtig sind soziale Kontakte und Gespräche. Schüßler Salze sind in diesem Rahmen die Basis für eine kontinuierliche Unterstützung.
Sinnvolle Nahrungsergänzungen können Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren zur Unterstützung der Gefäßgesundheit, Magnesium, Vitamin D, B-Vitamine – insbesondere B6, B12 und Folsäure – zur Unterstützung des Homocystein-Stoffwechsels sowie Coenzym Q10 zur Unterstützung der Zellenergie sein.
Fazit
Schüßler Salze können beim Thema Schlaganfall sinnvoll in zwei Bereichen eingesetzt werden: vorbeugend, um den Körper möglichst vital, widerstandsfähig und beweglich zu halten und nach einem Schlaganfall, um die beeinträchtigten Funktionen schrittweise wieder zu verbessern, die Energiebereitstellung und auch die Motivation zu erhöhen und die Anpassung an die neue Situation zu erleichtern.
Suchen Sie sich dabei möglichst viel Unterstützung und Hilfe.
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Bildnachweis: Bild von Freepik






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