Schuessler Salze bei Tinnitus

Schüßler Salze bei Tinnitus

Tinnitus ist ein mittlerweile weitverbreitetes Phänomen. Übersetzt aus dem Lateinischen bedeutet es Geklingel. Damit sind Ohrgeräusche unterschiedlichster Art benannt. Vor allem als chronischer Zustand ist Tinnitus ein sehr nervenaufreibendes Geschehen, das die Lebensqualität sehr mindert. Leider sind die schulmedizinischen Möglichkeiten dann doch begrenzt. Als ergänzungsmedizinische Alternative bieten sich Schüßler Salze an und sind auch bei dieser Symptomatik Mittel der Wahl.

Tinnitus – keine Krankheit, aber ein Symptom

Ohrgeräusche hat wohl jeder schon einmal gehabt. Bei einem echten Tinnitus bleiben solch unangenehme Geräusche, oft ein hochfrequentes Pfeifen im Ohr, über Monate und eventuell für immer.

In Deutschland sollen bis zu 3 Millionen Menschen mit einem Tinnitus zeitweilig oder chronisch belastet sein. 10 Prozent davon sind mittlerweile auch Kinder und Jugendliche.

Tinnitus ist kein geschlossenes Krankheitsbild, es ist vielmehr ein Symptom, für das aktuell über 300 Auslöser vermutet werden. Bei den wichtigsten Ursachen sind vor allem drei Bereiche zu unterscheiden:

  • Der Hörsturz, eine Art Ohrinfarkt, hinterlässt häufig als Folge dauerhafte Ohrgeräusche.
  • Lärm spielt bei fast jedem dritten Tinnitus eine Rolle: Extreme Lautstärken in Konzerten bzw. per Kopf- und Ohrhörer, Geräuschbelastung an Arbeitsplätzen mit hohem Lärmpegel oder ein sogenanntes Knalltrauma sind hier die häufigsten Auslöser.
  • Stressbelastungen bis hin zu psychologischen Traumata sollen laut Umfragen in europäischen Ländern bei über 60 Prozent der von Tinnitus Betroffenen ein Auslöser gewesen sein.

Als weitere Gründe für eine Symptombildung des Tinnitus werden folgende angenommen:

  • Halswirbelsäulenschäden, etwa nach Unfall mit erlittenem Schleudertrauma
  • Störungen der Durchblutung im Kopfbereich
  • Störungen der Nieren, Dysfunktionen des Stoffwechsels (z.B. Diabetes), Krankheiten im Herz und Kreislauf System und Abweichungen im Hormonhaushalt
  • Anatomische Veränderungen im Ohr oder in der Umgebung (etwa an den Kiefergelenken)

Diese vielfältigen Ursachen machen eine genauere Betrachtung des Tinnitus notwendig für die Auswahl eines Schüßler Salzes zur Behandlung.

Schüßler Salze bei Tinnitus

Nach Erkennen der wahrscheinlichen Ursachen und Abwägen der individuellen Symptomatik des Tinnitus kann man ein Salz oder mehrere aus den folgenden Aufstellung wählen:

Nr. 1 Calcium fluoratum D12: Gewebe und Gefäße im Ohr und Umgebung können sklerotisch werden. Das kann Ohrensausen und auch (Dreh)-Schwindel verursachen. Hier bessert das Salz Nr. 1 und wirkt auch vorbeugend.

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12: Dieses Salz ist angesagt bei Ohrgeräuschen verbunden mit Bluthochdruck und Blutandrang im Kopf.

Nr. 5 Kalium phosphoricum D12: Wenn Ohrgeräusche entstehen durch Anspannung, Verspannung und Druck, dann ist dieses Salz angezeigt. Auch bei Nervenreizung und Entzündung ist es Mittel der Wahl. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche mit Ohrgeräuschen in Verbindung mit Hyperaktivität bzw. ADHS.

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6: Ist der Blutdruck eher niedrig, oft auch bei altersbedingter Schwerhörigkeit, entsteht Rauschen im Ohr. Dabei hilft Salz Nr. 7.

Nr. 11 Silicea D12: Dieses Salz wirkt gegen Ohrgeräusche, die eindeutig im Ohr entstehen, und zwar durch Sklerose und verändertes Gewebe.

Nr. 15 Kalium jodatum D6: Dieses Salz ist zu wählen bei Ohrgeräuschen als Folge eines Hörsturzes. Dieser steht meist im Zusammenhang mit psychischer oder auch körperlicher Belastung durch Stress.

Nr. 17 Manganum sulfuricum D12: Dieses Salz wird empfohlen, wenn Ohrgeräusche auch mit gelegentlichem oder ständigem stechendem Schmerz verbunden sind.

Nr. 19 Cuprum arsenicosum D6: Für eine Verbesserung der Durchblutung im Ohrbereich, was einen Rückgang von Ohrgeräuschen bewirken kann.

Die Einnahme ist normalerweise dreimal am Tag, zwei bis drei Tabletten im Mund langsam zergehen lassen. Es können auch vier bis fünf Salze in genannter Weise kombiniert werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die folgende Kur, die man über 4 – 6 Wochen durchführen kann, wenn einzelne Salze keine Wirkung zeigen oder bei nur gelegentlich auftauchenden Ohrgeräuschen:

Nr. 4 Kalium chloratum D6 morgens

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 mittags

Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 abends

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