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Schüßler Salze bei Juckreiz

Juckreiz ist sehr unangenehm. Ähnlich wie Schmerz kann er einem den Tag und die Nacht zur Hölle machen. Schüßler Salze können hier lindernd wirken. Das schützt vor allem die Haut vor Entzündungen nach Aufkratzen und vor Narbenbildung. Da Juckreiz nicht nur auf eine Hauterkrankung verweisen kann, ist wichtig: Was verursacht die unangenehme Hautreaktion? Hier ist eine Diagnose und begleitende Behandlung der Grunderkrankung immer sinnvoll.

Juckreiz als Symptom

Zunächst könnte, was naheliegend scheint, eine Erkrankung vorliegen, die vor allem die Haut angegriffen hat:

  • Insektenstiche und Tierbisse
  • Schuppenflechte
  • Ekzeme
  • Neurodermitis
  • allergische Reaktionen
  • Pilzbefall

Doch gerade der medizinische Laie muss auch bedenken, dass bislang nicht erkannte innere Erkrankungen ebenso Juckreiz auslösen können wie beispielsweise

  • Lebererkrankungen
  • Nierenschädigungen
  • Diabetes
  • Darmerkrankungen, etwa Parasiten
  • Nahrungsmittel- oder Medikamentenunverträglichkeiten
  • Tumorerkrankungen

Möglich ist auch, dass Juckreiz ohne Grunderkrankung ähnlich wie Erröten oder Schwitzen ein Symptom für psychische Belastungen und Stress ist. Hier ist zielführend zu schauen, in welchen Situation das Symptom auftaucht und an welchen Körperstellen.

Für den Umgang mit Juckreiz ist zu empfehlen, diesen symptomorientiert mit dem passenden Schüßler Salz (oder mehreren) zu behandeln. Gleiches gilt für eine eventuell ursächliche Grunderkrankung.

Juckreiz mit Schüßler Salzen lindern

Zur Auswahl hierfür haben sich die folgenden Schüßler Salze bewährt:

Nr. 2 Calcium phosphoricum D6: Hier liegt die gewünschte Wirkung darin, dass überschüssige Säuren im Körper neutralisiert werden. Hilft vor allem bei trockener juckender Haut im Alter, dann auch gut als Creme oder Lotion zu verwenden.

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D6: Dieses mit am häufigsten eingenommene Schüßler Salz fördert den Sauerstofftransport über die Erythrozyten und kurbelt das Immunsystem an. Als Notfallmittel bei Hautschädigungen, die von außen verursacht wurden wie Insektenstiche, Sonnenbrand oder Kontaktekzemen, ist es Mittel der Wahl. Es beugt auch gegen Entzündungen der gereizten Haut vor, dann als Creme zu verwenden.

Nr. 6 Kalium Sulfuricum D6: Schwefel ist traditionell Heilmittel bei Hautbeschwerden. Daher taucht es in seinen Salzverbindungen hier gleich dreimal auf. Nr. 6 fördert die Zellregeneration, wirkt ausleitend und bessert die Sauerstoffversorgung. Nr. 6 ist dann wichtig, wenn Hautjucken durch Diabetes oder Lebererkrankung ausgelöst wird, da es auch diesen Wirkungskreisen zugeordnet ist.

Nr. 7 Magnesium Phosphoricum D6: Hier ist die Wirkung über die Nerven eine entspannende. Besonders nachts und bei Kindern wirkt Nr. 7 lindernd und schlaffördernd und verhindert nächtliches Hautkratzen, vor allem bei nervösem Hautjucken. Auch der direkte Auftrag als Creme ist empfehlenswert.

Nr. 10 Natrium Sulfuricum D6: Als ein leberstärkendes Mittel ist hier die Entgiftung der Hauptaspekt. Wenn Schadstoffe die Beschwerden auslösen, sorgt Nr. 10 für den besseren Abtransport.

Nr. 11 Silicea D12: Das Hauptmittel für Haut und Bindegewebe lindert auch Juckreizsymptome. Es ist Mittel der Wahl bei Verletzung der Haut, eitrigen Entzündungen, Fisteln und Abszessen. Daher ist auch hier die lokal gezielte Verwendung als Creme segensreich.

Nr. 13 Kalium arsenicosum D6: Bei chronischem Juckreiz, vor allem bei überschießenden Immunreaktionen wie Allergien und Neurodermitis, bremst Nr. 13 lokal die Stoffwechselabläufe. An Nr. 13 ist zu denken, wenn sonst bisher nichts geholfen hat.

Nr. 20 Kalium aluminium sulfuricum D6: Dieses Salz wird auch Alaun genannt und lindert Juckreiz bei spröder, trockener Haut bzw. Schleimhaut, bei erschwerter Wundheilung und Kopfhautjucken mit Haarausfall. Auch nervös bedingter Juckreiz kann so behandelt werden.

Nr. 21 Zincum chloratum D6: Dieses sehr komplexe Mittel hilft bei Juckreiz im Kontext schlechter Wundheilung, Furunkeln und Abszessen. Dann ist der Einsatz als Creme zu empfehlen. Bei Grunderkrankung der Nieren und Diabetes ist es hilfreich gegen Juckreiz als auch bei Nervosität, Schlafstörungen (z.B. Restless-Legs-Syndrom) und Stresssymptomatik.

Nr. 24 Arsenum jodatum D6: Dieses Salz gilt großes Reinigungsmittel. Es dämpft auch überschießende Immunreaktionen und passt so gut zu Neurodermitis, Allergien und auch Insektenstichen.

Für Juckreiz-Symptome empfiehlt sich neben der innerlichen Einnahme auch eine äußerliche. Da Cremes und Lotionen nur für die Basissalze erhältlich sind, haben wir Ihnen ein paar hilfreiche Tipps für unterschiedliche Darreichungsformen in unserem Artikel „Dosierung & Einnahme“ zusammengestellt.

 

Bildnachweis: Woman photo created by karlyukav – www.freepik.com

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